Wirtschaftswachstum

"Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“

Kenneth Ewart Boulding (* 18. Januar 1910 in Liverpool; † 18. März 1993 in Boulder, Colorado) war ein US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler.


 

22.05.2012 · Die EU-Staatschefs brüten über Maßnahmen für Wachstum in Europa.

Wozu? Wohin?        

 

Warum?

Natürliches Wachstum hat ein Ende!

 


Update 2020:  Hier findet sich Material zu den neueren Entwicklungen der Wachstumskritik:

Muss die Wirtschaft wirklich immer wachsen?


Klimawandel und Artensterben stellen uns vor gewaltige Probleme. Viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sagen: Wir müssen unsere Art zu wirtschaften ändern. Geht das überhaupt?
14. September 2020 | Aktualisiert: 22. Oktober 2020 | 9 Kommentare

https://www.quarks.de/gesellschaft/muss-die-wirtschaft-wirklich-immer-wachsen/

 

 

 

Degrowth

Unter “Degrowth” verstehen wir eine Verringerung von Produktion und Kon­sum in den frühindustrialisierten Staa­ten, die menschliches Wohlergehen, die ökologischen Bedingungen und die Gleich­heit auf diesem Planeten fördert. Ziel ist eine Gesellschaft, in der Men­schen mit Rücksicht auf ökologische Grenzen in offenen, vernetzten und regional verankerten Ökonomien leben. Ressourcen werden durch neue Formen demokratischer Institutionen gleicher verteilt. Solche Gesellschaften werden nicht länger „wachsen oder untergehen“ müssen. Materielle Akkumulation wird nicht mehr an erster Stelle der kulturel­len Vorstellungswelt der Bevölkerung stehen. Das Primat der Effizienz wird durch eine Ausrichtung auf Suffizienz ersetzt. Innovation zielt nicht mehr auf Technologie um ihrer selbst willen ab, sondern strebt neue soziale und tech­nische Einrichtungen an, die konviviale Lebensweisen ermöglichen. Degrowth stellt nicht nur das Brutto­­inlandsprodukt als zentralen Politik­maßstab in Frage, sondern beschreibt darüber hinaus Wege für einen radikalen Wandel unseres Wirtschaftssystems, damit mehr Raum ist für menschliche Kooperation und resiliente Ökosysteme.

Es gibt verschiedene Strömungen von Degrowth, von suffizienzorientierten, sozialreformerischen, kapitalismus­kritischen bis zu feministischen. Alle Spielarten der Wachstumskritik, welche die Sicherstellung eines guten Lebens für alle nicht im Blick haben, sind kritisch zu bewerten,  aber eine offene Aus­ein­andersetzung mit Vertreter_innen dieser Denkrichtung ist möglich. Rechte und rassistische Formen der Wachs­tums­kritik sowie chauvinistsche, sexistische, rassistische oder andere Diskrimi­nierungen dagegen sind abzulehnen.