Finanzlobbyisten verurteilen öffentliche Ausgaben selbst für Straßen, die Post und andere grundlegende Infrastruktureinrichtungen als Wohlfahrtsverluste. Sie behaupten, bei einer Privatisierung würden diese Leistungen zu niedrigeren Preisen bereitgestellt, als Staaten sie anbieten können. Aber alle empirischen Daten deuten auf das Gegenteil hin) Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in der heutigen Welt Privatisierung Finanzialisierung bedeutet. Und dies wiederum bedeutet, dass die Kosten für Zinsen, Dividenden und überzogene Managergehälter auf die Gewinnschwellenpreise aufgeschlagen werden, die berechnet werden müssen - ganz zu schweigen davon, dass Gewinne oder Renten in Aktienrückkäufe fließen, um Kapitalgewinne für Manager und Eigentümer zu schaffen.
Über diese Kosten hinaus verlangen Privatisierer den höchsten am Markt erzielbaren Preis. Diese Spanne ist die Monopolrente. Um diesen Wucher zu vermeiden, sind grundlegende Infrastruktureinrichtungen von jeher in öffentlichem Eigentum gehalten worden. Seit der Antike sind Straßen und Beförderungsmittel, Kanäle und öffentliche Gebäude so teuer gewesen, dass privates Eigentum daran die Vermögensungleichheit  erschlimmert und monopolistische Eliten geschaffen hätte. Selbst mittelalterliche Leibeigene hatten zumindest Zugangsrechte zu Gemeingütern, was zur Sicherung ihres Lebensunterhalts beitrug.
Monopole wurden in den Vereinigten Staaten während der Progressiven Ära in größerem Umfang privatisiert als in Europa, so dass die USamerikanischen Methoden der Preisregulierung für Stromversorger und
Bahngesellschaften ausgetüftelter waren als andernorts. Als Wucher galt ein Marktpreis, der über dem sorgfältig definierten inneren und notwendigen Kostenwert lag. Europa dagegen beließ grundlegende  Infrastruktureinrichtungen in öffentlichem Eigentum, so dass es für die nach 1980 privatisierten Sektoren über geringere regulatorische Erfahrungen verfügte. Und als die Republiken der Sowjetunion im Jahr 1991 unabhängig wurden, besaßen sie keinerlei entsprechende Erfahrungen. Ihre rentenextrahierende »Oligarchen-Kleptokratie« war extremer als in irgendeinem anderen Land der Welt. Die Neue Einhegungsbewegung der Gegenwart privatisiert die öffentliche Infrastruktur. Dieser Ausverkauf der Allmenden von heute lockt neue Käufer an, die Kredite aufnehmen, um diese Monopolrechte zu kaufen - und den Banken aus den in Rechnung gestellten Preisen Zinsen zu zahlen. Die Privatisierung stellt Banken einen Kreditrnarkt zur Verfügung, der Rentenextraktionsrechte in Form von Anleihen, Aktien und Bankkrediten kapitalisiert.
Das Thatcher-Blair-Modell für öffentlich-private Partnerschaften ist kennzeichnend für dieses Verscherbeln öffentlicher Vermögenswerte. (Die Finanzialisierung der Gehsteig-Parkuhren in Chicago ist ein berüchtigtes Beispiel aus den USA). Diese Übernahme gab Banken ein starkes Motiv, den Staat aus dem öffentlichen Dienstleistungssektor und der Regulierung und Besteuerung von Renten abwerfenden Unternehmen herauszudrängen.
Abgesehen von der Entprivatisierung (das heißt der erneuten Verstaatlichung) von Land, Rohstoffen und Monopolen ist die geeignete Abhilfe eine Rentensteuer, flankiert von einer Steuer auf Übergewinne und ungeklärte Bereicherung.